Faire und unabhängige gesetzliche Betreuung

Lebenshilfe Betreuungsverein für den Kreis Heinsberg e.V.

Kontakt

Tel.: 02452 9672780
Fax: 0261 2016181962

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Lebenshilfe Betreuungsverein für den Kreis Heinsberg e.V.

Graf-von-Galen-Str. 37
52525 Heinsberg

Der Lebenshilfe Betreuungsverein für den Kreis Heinsberg e.V. wurde im Jahr 1990 gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von

  • Eltern von Menschen mit Behinderung,
  • Angehörigen,
  • Fachleuten,
  • Förderern und Freunden.

Derzeit werden über 130 Menschen mit Behinderung von hauptamtlichen Betreuern begleitet. Darüber hinaus sind dem Verein ca. 100 ehrenamtliche gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer angeschlossen. Für erwachsene Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, ihre persönlichen Angelegenheiten eigenständig zu regeln, kann ein Vertreter bestellt werden.

Dieser gesetzliche Betreuer wird nur für die Aufgabenkreise bestellt, die der Betroffene nicht (mehr) selbst regeln kann und richtet sich nach den Wünschen und Vorstellungen des Klienten.

Mögliche Aufgabenkreise sind zum Beispiel:

  • Gesundheitsfürsorge
  • Aufenthaltsbestimmung
  • Vermögenssorge
  • Wohnungsangelegenheiten
  • Vertretung bei Behörden und Ämtern
Unser Team ist für Sie da

„Ehrenamtliche Betreuung muss weiter gestärkt werden!“

Rund anderthalb Jahre nach Inkrafttreten des neuen Vormundschafts- und Betreuungsrechts möchte sich Wilfried Oellers, Bundestagsabgeordneter und Teilhabebeauftragter der CDU/CSU Bundestagsfraktion, einen Überblick über die Auswirkungen der rechtlichen Neuerungen auf die Praxis verschaffen. In Heinsberg traf er Anke Gebler-Bock, Leiterin sowie Andrea Schwarz, Vorsitzende des „Lebenshilfe Betreuungsverein für den Kreis Heinsberg“. Sechs Fachkräfte übernehmen zurzeit 206 rechtliche Betreuungen, etwa in Behörden- oder Wohnungsangelegenheiten, Vermögens- sowie Gesundheitssorge oder im amtlichen Briefverkehr. Vielen Angehörigen sei nicht bewusst, dass die rechtliche Betreuung heute sehr individuell sei und gesetzliche Betreuungen häufig nur in Teilbereichen richterlich bestellt werden, erläutert Andrea Schwarz. Die rechtliche Betreuung verlange heute ein umfangreiches Fachwissen von Betreuerinnen und Betreuern. „Dank der Reform ist das Feld der unterschiedlich ausgebildeten Berufsbetreuer klarer definiert worden“ stellt Anke Gebler-Bock fest. „Als gemeinnütziger Verein wollen wir uns Zeit nehmen für den einzelnen Menschen und jederzeit für unsere gesetzlich Betreuten erreichbar sein. Wir arbeiten dabei nicht am Gewinn orientiert, sondern in einem Rahmen, in dem sich der Verein tragen kann,“ ergänzt Andrea Schwarz.

Mit der Reform 2023 wurde den Betreuungsvereinen auch eine neue Aufgabe zugeteilt. Als „Querschnittsarbeit“ begleiten Betreuungsvereine ehrenamtliche Betreuer und Angehörige, bieten Schulungen an oder beraten zu rechtlichen Fragen oder Angelegenheiten ihrer Betreuten. Gerade diese neue Aufgabe mache Riesenspaß, betonte Anke Gebler-Bock. Bereits 34 ehrenamtliche Betreuer werden zurzeit durch den Lebenshilfe Betreuungsverein unterstützt. In Zusammenarbeit mit den drei weiteren Betreuungsvereinen des Kreises Heinsberg (AWO, SKFM, Diakonie) sowie der Volkshochschule finden regelmäßig Infoabende statt.

Bild: Anke Gebler-Bock (li.) und Andrea Schwarz geben Wilfried Oellers MdB Einblicke in die Arbeit des Lebenshilfe Betreuungsvereins

Die ehrenamtliche Betreuung sei ihm eine Herzensangelegenheit, sagt Wilfried Oellers: „Wir wollen dieses Engagement weiter stärken, es ist eine wichtige Stütze in unserer Gesellschaft.“ Da durch Unfälle oder Krankheiten jederzeit Situationen entstehen können, in denen ein Mensch auf Unterstützung durch Angehörige angewiesen ist, seien neben einer Förderung der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuung auch Themen wie Vorsorgevollmachten wichtige gesellschaftliche Angelegenheiten, betont Oellers. „Es ist schön zu sehen, dass bereits so viele Ehrenamtliche Betreuer den Kontakt zu Ihnen gesucht haben!“

Info: Vier Betreuungsvereine übernehmen im Kreis Heinsberg rechtliche Betreuungen und beraten ehrenamtliche Betreuer in ihrer Arbeit. Die Sprechstunden des Lebenshilfe Betreuungsvereins sind dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr in der Graf von Galen-Straße 37 in Oberbruch sowie telefonisch: 02452-9671780.

Ein Sommerfest für ehrenamtliche Betreuer veranstaltet der Lebenshilfe Betreuungsverein am 8. Juni von 14-18 Uhr. Interessierte ehrenamtliche Betreuer, die sich vernetzen und austauschen oder den Betreuungsverein kennenlernen möchten, sind herzlich eingeladen. Anmeldung telefonisch: 02452 -9672780. Mehr Informationen im Internet: www.bv-lebenshilfe.de

Andrea Mirbach hat sich bewusst für den Betreuungsverein entschieden:

„Bisher hatte ich meine Eltern, die mir geholfen haben in schriftlichen Sachen. Jetzt bin ich auf den Betreuungsverein gekommen. Die Betreuung ist eine Erleichterung bei schriftlichen und Amtssachen. Ich habe einen Ansprechpartner bei Problemen und kann mich immer an meine Betreuerin wenden. Die Betreuung ist für mich einfach eine gute Sache!“

Für Dirk Josch ist der Betreuungsverein eine große Hilfe in vielen Bereichen

„Meine Betreuerin ist eine große Hilfe. Sie schaut meine Papiere durch, schreibt für mich die Briefe und Anträge an alle Ämter. Das finde ich sehr gut. Wenn ich das alles alleine machen müsste, wäre das sehr schwer für mich. Und meine Betreuerin hat auch sonst immer ein offenes Ohr für mich!“

Was macht der Lebenshilfe Betreuungsverein?

Wir beraten und begleiten ehrenamtliche Betreuer und bieten in Zusammenarbeit mit weiteren Betreuungsvereinen des Kreises Heinsberg und der VHS regelmäßig Informations- und Fortbildungsveranstaltungen an. Unser Team übernimmt gesetzliche Betreuungen, wenn Menschen eine rechtliche Betreuung für ihre persönlichen Angelegenheiten wünschen oder wenn die bisherige gesetzliche/ rechtliche Betreuung von Eltern oder Angehörigen nicht mehr übernommen werden kann.

Wann und wie bekommt man einen rechtlichen/ gesetzlichen Betreuer?

Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht (ehemals Vormundschaftsgericht) auf Antrag und nach sorgfältiger Prüfung einen rechtlichen/gesetzlichen Betreuer.

Rechtliche Betreuung erklärt...

Der Betreuungsgerichtstag (BGT) hat Profis, Ehrenamtliche und Menschen mit Betreuungserfahrung zur Betreuungsrechtsreform befragt. 
In diesem Video erklären sie kurz & knapp, wie rechtliche Betreuung gelingen kann!

Quelle: YouTube, BGT-Infokanal, 2022.

Unsere kommenden Veranstaltungen

Der Vorstand des Betreuungsvereins

Jakob Lieck, Josef Heinrichs, Andrea Schwarz, Helmut Heninng, Herbert Nordmeyer

Anfahrt zum Betreuungsverein

Graf-von-Galen-Str. 37
52525 Heinsberg